Der Jahreswechsel 2017/2018 steht vor der Türe und damit auch einige Veränderungen für Versicherungen und Kapitalanlage. Bei vielen Versicherern werden Sie zum Jahreswechsel ein Jahr älter. Dies soll das Altersrisiko besser abbilden, da die Gefahr für Versicherer höher wird, je älter Sie werden. Dies gilt speziell bei der biometrischen Absicherung (beispielsweise durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung, Risikolebensversicherung oder Krankenversicherung). Nahezu immer dann, wenn es darum geht, wie der Gesundheitszustand bzw. die allgemeine Verfassung des Versicherten ist, werden zum Jahreswechsel die Prämien erhöht. Einige Versicherer denken darüber nach bei Berufsunfähigkeitsversicherungen psychische Erkrankungen auszuschließen. Das heißt, dass im Falle eines Burn-Out bei neuen Verträgen nicht mehr gezahlt wird.

Zum neuen Jahr kann es auch zu veränderten Einstufungen kommen. Das bedeutet, dass beispielsweise der Studiengang BWL im neuen Jahr in die einzelnen Fachbereiche unterteilt und damit „verfeinert“ werden kann. Dies kann zu einer „Verteuerung“ der Versicherung führen, da durch die detailliertere Betrachtung die Prämien steigen. Aber nicht nur in Sachen Studieneinteilung kann sich etwas ändern, auch im privaten Bereich können z.B. Risikosportarten aufgenommen werden. Dazu zählt beispielsweise Fußball. Aktuell ist diese Sportart noch nicht als Risikosportart eingestuft. Dies könnte sich jedoch zum Jahreswechsel ändern. Das heißt, dass Hobbykicker, die damit nicht ihren hauptsächlichen Lebensunterhalt verdienen einen Aufschlag zahlen müssten, wenn sie sich erst im neuen Jahr um diverse Versicherungen kümmern.

Für Kapitalanlagen und Rentenversicherungen fehlt ein weiteres Jahr des Zinseszinses zum Jahreswechsel. Um Ihnen die Tragweite der Zinseszinsen näherzulegen erklären wir es anhand eines „einfachen“ Beispiels: Wie hoch schätzen Sie ist der Stapel eines DIN A4 Blattes, welches 42 Mal gefaltet wird? 4cm? 10m? 1km? – Mit 42-maligem Falten des Blattes würde ein Stapel entstehen, der von der Erde bis zum Mond reicht! Wenn Sie hier nur einmal weniger Falten, kommen Sie nur noch zur Hälfte der Strecke zum Mond. Ähnlich ist es beim Zinseszins. Ein Jahr mag aufs erste nicht nach viel Zeit klingen, doch auf lange Sicht gesehen kann dies gravierende Veränderungen im Kapitalertrag der Kapitalanlage mit sich bringen.

Ein weiterer Faktor ist die Anzahl der Anträge. Da sich zum Jahresende viel ändert und sich jeder noch die alten Konditionen oder Vorteile sichern möchte, kann es zu Antragstaus bei den Versicherern kommen. Wenn dann Rückfragen enthalten sind und beispielsweise ein Arzt konsultiert werden muss, kann es sein, dass der Stempel erst im neuen Jahr auf das Papier kommt und somit die neuen Konditionen gelten. Hierbei gilt „lieber zu früh, als zu spät“. Also nicht zögern! Kontaktieren Sie einen unserer Berater bei Ihnen vor Ort und lassen Sie sich zum Jahreswechsel noch bestmöglich beraten.