Vollmachten werden häufig vernachlässigt, da die Bürger davon ausgehen, dass das alles der Ehepartner oder die Eltern entscheiden können. Weit gefehlt! Vieles kann ohne korrekt ausgefüllte Vollmacht nicht vollzogen werden!

Unfälle nehmen vor Alter keine Rücksicht. Egal, wie alt man ist, es kann immer etwas passieren. Eine Sekunde im Straßenverkehr als aktiver oder passiver Teilnehmer nicht aufgepasst und man ist schwer verletzt, kann eventuell nicht mehr selbst entscheiden. Ist keine Vollmacht vorhanden, muss beim einem ärztlichen Notfall, bei dem der Patient nicht mehr selbst in der Lage ist zu entscheiden, eine Entscheidung vom Arzt getroffen werden. Dieser muss den potentiellen Willen des Patienten ermitteln und anhand dessen entscheiden. Das dies in einigen Fällen nicht im Interesse von Familie und Freunden ist, kommt leider vor. Bei Meinungsverschiedenheiten muss ein Gericht entscheiden und einen rechtlichen Betreuer einsetzen. Dieser kann aus der Familie kommen oder aber auch ein Fremder sein. Aus diesem Grund sollten Sie durch Vollmachten dafür sorgen, dass dies nicht passiert. Grundlegend unterscheidet man in drei wichtige Vollmachten: Die Patientenverfügung, die Vorsorgevollmacht und die Betreuungsverfügung. Doch wo sind die Unterschiede?

Die Patientenverfügung beschränkt sich auf ärztliche Maßnahmen, die durchführt werden müssen. Dabei geht es beispielsweise darum, lebenserhaltende Maßnahmen anzunehmen oder abzulehnen. Die Verfügung tritt in Kraft, wenn der Patient nicht mehr in der Lage ist seinen eigenen Willen zu äußern.

Damit in Verbindung sollte eine Vorsorgevollmacht stehen. Kombinieren Sie eine Patientenverfügung mit einer Vorsorgevollmacht, um eine Person als rechtlichen Betreuer vorzuschlagen, damit dieser alle wichtigen Angelegenheiten für Sie klären kann. Eine Vorsorgevollmacht bevollmächtigt den Betreuer dazu in ihrem Namen Verträge zu schließen und/oder zu kündigen. Im besten Fall lassen Sie die Vollmacht von einem Notar beglaubigen, da beim Verkauf eines Grundstücks eine vom Notar beglaubigte Vollmacht vorliegen muss. Eine regelmäßige Prüfung der Vollmacht wird empfohlen, da sich im Leben viel ändern kann und Sie auf lange Sicht gesehen natürlich um Ihr Wohl bemüht sein sollten.

Die dritte Option ist die Betreuungsverfügung. Sie ist ein Auftrag an ein Gericht, eine gewünschte Person zum rechtlichen Betreuer zu ernennen oder auszuschließen. Allerdings wird dieser Betreuer vorab vom Gericht auf seine Eignung geprüft und muss während der Betreuung dem Gericht in regelmäßigen Abständen und bei wichtigen Entscheidungen Bericht erstatten. Ein weiterer Unterschied zur Vorsorgevollmacht ist, dass der Betreuer nicht sofort zur Verfügung steht, sondern erst nach dem Beschluss des Gerichts.

Ein besonders erschreckendes Beispiel dafür, dass keine Vorsorgevollmacht abgeschlossen wurde, können Sie über diesen Link ansehen. In diesem Fall ist es sogar so, dass die Ehefrau nicht an das Geld, welches die Unfallversicherung zahlte, herankommt, da keine Vorsorgevollmacht vorliegt. Sichern Sie sich ab und kümmern Sie sich um Vorsorgevollmachten!

Unsere Berater helfen Ihnen dabei gerne sich für den schlimmsten Fall zu rüsten! Sprechen Sie uns einfach an! Wir freuen uns auf Sie und wünschen Ihnen, dass die Vollmachten in der Schublade bleiben und nie gebraucht werden!

Ihr mitNORM-Team!