Die Renteninformation liegt im Briefkasten – man schaut rein und freut sich über seine Rente in vielen Jahren. Jedoch werden dabei viele Faktoren vergessen, die die Netto-Rente am Ende des Monats senken.

Wer in 20, 30 oder 40 Jahren in Rente geht, wird mit einer hohen Wahrscheinlichkeit nicht mehr die Rente haben, die man heute haben würde, wenn man in Rente geht. Abgesehen davon, dass man vermutlich nicht mehr bis 65 oder 67 sondern noch länger arbeiten muss, spielen beispielsweise Faktoren wie der demografische Wandel und die Inflation eine große Rolle.

Wer zum Beispiel im Rentenbescheid des vergangenen Jahres eine Rente ab dem Jahr 2045 in Höhe von 2.000 Euro prognostiziert bekommt, muss mit deutlich weniger Geld auf dem Konto rechnen – und zwar mit rund der Hälfte. Doch woran liegt das?

  1. Die Rente ist steuerpflichtig, sobald sie über den Freibetrag heraus geht
  2. Die zu versteuernde Rente steigt bis ins Jahr 2040 auf 100% (100% der Rente müssen versteuert werden, im Jahr 2018 sind es noch 76%)
  3. Die Inflation sorgt für eine Kaufkraftverlust (ca. 35% Verlust bis ins Jahr 2040 und deutlich mehr zu späteren Zeitpunkten)

Stellen wir eine grobe Rechnung an (Achtung: Nicht alle Details sind vollständig abgebildet! Sprechen Sie hierzu mit einem unserer Berater für Ihren individuellen Fall): Für den obengenannten Fall von 2.000 Euro Rente pro Monat fallen 7,3 Prozent, also 146 Euro auf die Krankenkasse ab. Bei der Besteuerung verändert sich der Rentenfreibetrag von Jahr zu Jahr. Gehen wir davon aus, dass er im Jahr 2045 bei 9.000 Euro liegt. Damit liegen wir mit unserem Beispiel (nach Abzug der Krankenkasse) bei insgesamt ca. 13.250 Euro pro Jahr über dem Freibetrag. Diese 13.250 Euro muss man versteuern. Der genaue Steuerbetrag ist für das Jahr 2045 nicht bekannt. Das Deutsche Institut für Normung (DIN) geht von ca. 20 Prozent aus. Grob gerechnet bleiben aus diesem Grund pro Monat noch ca. 1630 Euro. Betrachtet man jetzt noch den Kaufkraftverlust der Rente bis ins Jahr 2045 bleiben lediglich rund 1.060 Euro übrig.

Doch wie kann man sich dagegen wehren und absichern? Es gibt viele Optionen der Altersvorsorge. Wichtig ist dabei neben der gesetzlichen Altersvorsorge auch auf die private und betriebliche Vorsorge zu setzen, um den Lebensstandard, den man zum Ende seines Berufslebens hat, nicht zu verlieren.

Beispiele dafür sind eine Riesterrente, betriebliche Altersvorsorge, Sparpläne, Immobilien und vieles mehr. Für Ihre individuelle Produktauswahl sollten Sie die Kriterien des Verbraucherschutzes beachten. Gerne sind wir für Sie bereit und helfen Ihnen in Zusammenarbeit mit dem Verbraucherschutz die richtige Lösung für Ihre Altersvorsorge zu finden.

Wir freuen uns auf Sie!