Die fünfte Jahreszeit geht in vielen Teilen des Landes in der kommenden Woche so wirklich los. Damit in Verbindung steht auch häufig exzessiver Alkoholkonsum und Einnahme von Betäubungsmitteln – ob gewollt oder ungewollt. Entsteht dabei ein Schaden, ist oft die Frage, wer dafür haftet bzw. die Kosten für den entstandenen Schaden übernimmt.

Vorweg für den Fall, dass Betäubungsmittel unwissentlich genommen werden: Dies ist fallabhängig, da dem Angeklagten Fahrlässigkeit vorgeworfen werden kann. Setzt man sich zum Beispiel mit dem Wissen, dass der Kreislauf nicht mehr ganz mitmacht an das Steuer eines Autos, greift §316 StGb. Er besagt, dass es untersagt ist, unter dem Einfluss von Betäubungsmittel oder Alkohol ein Auto zu führen. Hierbei wird auch Fahrlässigkeit bestraft. Also höchste Vorsicht in solchen Fällen!

Bei Versicherungen wird im Normalfall zwischen grob fahrlässig und vorsätzlich unterschieden. Grundlegend sind alle vorsätzlichen Handlungen von sämtlichen Versicherungen nicht abgedeckt. Bei grob fahrlässigen Handlungen kann es in verschiedenen Fällen zum Streitpunkt mit der Versicherung kommen. Konsumiert eine Person zu viel Alkohol, könnte sie im Moment der Schadensverursachung nicht deliktfähig gewesen sein. Dies würde im Normalfall dazu führen, dass die gesetzliche Haftung für den entstandenen Schaden entfällt – aber auch hier gibt es laut Gesetz wieder Lücken, die dafür sorgen können, dass die Versicherung nicht zahlt!

In den uns bekannten und damit gängigen Privathaftpflichtversicherungskonzepten gibt es jedoch keinen Ausschluss oder sonstige Einschränkungen des Versicherungsschutzes zum Thema Alkoholgenuss. Jedoch muss der Einzelfall konkret betrachtet werden, um eine gültige Aussage treffen zu können. Ein genauer Check der Versicherungspolice durch einen Experten ist ratsam!

Zusammengefasst kann gesagt werden, dass Haftpflichtversicherungen nur dann leisten, wenn kein Vorsatz vorliegt. Handelt der Versicherungsnehmer vorsätzlich, muss und wird die Haftpflichtversicherungen den entstandenen Schaden nicht ersetzen. Fahrlässigkeit und grobe Fahrlässigkeit sind in der Regel abgesichert.

Zögern Sie nicht, sofern Sie noch weitere Fragen haben und kontaktieren Sie uns hier!

 

Achtung: Individuelle Fälle können abweichen! Setzen Sie sich bei konkreten Problemen mit einem Juristen auseinander!