Ob geplant oder nicht: Ein Kind im Studium oder während der Ausbildung ist sehr zeitaufwendig und oftmals ist es schwer das Studium mit dem Kind zu vereinen. Aus diesem Grund gibt es einige Möglichkeiten zur Förderung und Absicherung von jungen Eltern. Jedoch wissen viele darüber nicht Bescheid.

Die zeitliche und finanzielle Herausforderung ist enorm hoch. Es ist fast ein wahres Kunststück das Kind mit dem Studium perfekt zu vereinen. Rund fünf Prozent der Studenten in Deutschland haben ein Kind. Der deutsche Staat steht hier zumindest ein wenig hinter den jungen Eltern und unterstützt sie. Dazu zählt beispielsweise das Kindergeld, welches bei Studenten und Auszubildenden keinen Einfluss der Wochenstunden mit sich bringt. Das heißt, dass die Ausbildung oder das Studium normal fortgeführt werden kann, ohne auf das Elterngeld zu verzichten. Bei einer Ausbildung oder zumindest einem Minijob und vorhandener Krankenversicherung besteht ein Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Auch im Bereich des BAföGs treffen auf junge Eltern andere Regelungen zu, die die Finanzierung des Studiums etwas einfacher machen sollen.

An vielen Unistandorten bietet das Deutsche Studentenwerk Kinderbetreuung ab der Geburt an. An Universitäten gibt es auch die Auszeichnung „familiengerechte hochschule“, diese Auszeichnung ist nicht nur für die Mitarbeiter der Hochschule, sondern auch für Studenten gedacht. Sie soll es jungen Familien und Eltern einfacher machen zu studieren. An einigen Universitäten gibt es schon eine Befreiung von den Studienbeiträgen, wenn man Kinder unter 14 Jahren hat, dies ist aber bundesweit noch nicht überall der Fall.

Im Studium selbst ist es wie erwähnt oftmals schwer den Ausgleich zwischen Kind und Uni zu finden. Hierbei gibt es keine Sonderregelung, aber ist das Kind beispielsweise krank, kann der Dozent mit Sicherheit gefragt werden, ob die Hausarbeit nicht um einen gewissen Zeitraum verschoben werden kann, denn ein krankes Kind kann nicht aufgeschoben werden. Hierbei muss man es einfach versuchen. Auch eine Beurlaubung vom Studium ist möglich, um einige Semester Auszeit zu nehmen und nicht unsauber durch das Studium zu huschen und den Abschluss im schlimmsten Fall schlecht abzulegen. Bei einer solchen Pause kann es unter Umständen auch dazu kommen, dass ALG II gezahlt wird. Eine weitere Unterstützung kann die Agentur für Arbeit bei der Erstausstattung bieten. Dies sollte jedoch mit einiger Bearbeitungszeit frühzeitig eingereicht werden.

Um sich jedoch gegen finanzielle Engpässe abzusichern gibt es laut DIN-Normen vor allem drei Bereiche, die dringend abgedeckt sein sollten: Privathaftpflicht, Berufsunfähigkeit und Hinterbliebenenvorsorge.

Gehen wir davon aus, dass zwei Studenten geheiratet haben und ein vier Monate altes Kind haben. Hierbei spielt die Haftpflichtversicherung eine wichtige Rolle. Egal wer von den drei Personen etwas kaputt macht, es sollte abgesichert sein. Dazu dient eine Privathaftpflicht, die mittlerweile sogar von vielen Vermietern gefordert wird.

Der nächste Punkt ist die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Diese sollte bei der Frau im besten Fall schon vor der Schwangerschaft abgeschlossen werden, da es bei einer Schwangerschaft leider zu Komplikationen kommen kann und im schlimmsten Fall die Berufsunfähigkeit droht. Auch wenn der Partner noch im Studium ist macht eine BU Sinn, denn viele Tarife der Versicherer starten deutlich günstiger und eine Berufsunfähigkeit kann leider nicht geplant werden.

Für den Fall, der hoffentlich in diesen jungen Jahren nicht eintritt, muss auch gesorgt werden: Die Hinterbliebenenvorsorge. Durch eine Über-Kreuz-Versicherung können der Ehepartner und das Kind finanziell abgesichert werden. Kommt es zum Tod eines Elternteils ist das Kind zumindest für die kommenden Jahre abgesichert und nicht auf staatliche Förderung angewiesen.

Wie man sehen kann ist es als Eltern in Zeiten der Ausbildung und dem Studium nicht einfach. Neben den genannten Punkten gibt es noch einige weitere Absicherungsmöglichkeiten, die genutzt werden sollten. Wer hier vorsorgt ist gut abgesichert. Nutzen Sie unsere Berater, um ihren konkreten Fall zu erörtern und in Zusammenarbeit mit dem Verbraucherschutz die für sie beste Möglichkeit auszuarbeiten.

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