Die Zahlen der Menschen, die sich wegen verweigerter Leistungen von Ihren Krankenkassen beschweren, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Das zeigen neue Berichte der UPD (Unabhängige Patientenberatung Deutschlands). Es werden immer wieder Kostenübernahmen für medizinische Leistungen von den Krankenkassen verweigert, ohne ihre Informationspflicht gegenüber Versicherungsnehmern zu berücksichtigen. Im letzten Jahr haben sich 43.800 Versicherte wegen nicht gestatteter Leistungen an Beratungsstellen gewandt. Im Vergleich zu 2016 ist das ein Anstieg von 69 %.

Ein Beispiel dafür wie sich die Kassen Ihren Plichten entziehen, wird vom Monitor Unabhängige Patientenberatung Deutschlands (UPD) erläutert: Einem 75-jährigen rheumakranken mit Pflegegrad III wird die Kostenübernahme eines Duschstuhls verweigert, den er aufgrund seiner Bewegungseinschränkung braucht. Gegen die Ablehnung seines Bescheids reichte er Wiederspruch ein, worauf die Pflegekasse sehr unversöhnlich antwortete. Ihm wurde mitgeteilt das ein Wiederspruch keine Erfolgsaussichten haben werde und dieser binnen einer gesetzten Frist zurückgenommen werden solle. Zusätzlich gab es Anrufe mit gleicher Bitte. Weder Informationen zu einer Rechtsbehelfsbelehrung, die Konsequenzen, die die Rücknahme eines Wiederspruchs hätte noch Hinweise auf das Widerspruchsrecht oder den weiteren Verfahrensablauf wurden dem Patienten vermittelt.

 

Aber eine Rücknahme hat erhebliche Konsequenzen: Dadurch wird auf die Möglichkeit verzichtet gerichtlich gegen die Kasse vorgehen zu können, um seinen Leistungsanspruch zu erwirken. Darauf legen es die Kassen an: Leistung verweigert, Prozess vermieden, Geld gespart. Dabei sind sie als Körperschaften öffentlichen Rechts laut Sozialgesetzbuch verpflichtet, die Patienten nicht allein über die „wesentlichen tatsächlichen und rechtlichen Gründe“ für die ablehnende Entscheidung zu informieren, sondern auch über das Widerspruchsrecht des Versicherten.

 

Eine Häufung der Beratungsanfragen an die UPD ist auch bei dem Thema Krankengeld zu erkennen. Es spielt eine wichtige Rolle für alle Langzeiterkrankten, da es Ihre Existenz sichert. Nach Auslaufen der maximalen sechswöchigen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber, wird das Krankengeld von der Krankenkasse übernommen. Diese muss für bis zu 72 Wochen, innerhalb dreier Jahre, 70 % des Bruttoverdienstes aufbringen. Für den Großteil der Langzeiterkrankten ist das eine notwendige Leistung.

 

Oftmals wird diese Zahlung dennoch verweigert. Beispielsweise wenn der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) mittels schriftlicher Unterlagen und ohne persönlichen Kontakt zum Versicherten, zu der Erkenntnis kommt, dass in diesem Fall keine Arbeitsunfähigkeit besteht. Sodass letztendlich kein Anspruch auf Krankengeld wirksam gemacht werden kann. Die Zahl solcher Methoden stieg 2017 gegenüber dem Vorjahr um 60 %. Der MDK geht laut den Versicherten „wenig patientenorientiert vor“. Allem Anschein nach hat das auch die Bundesregierung erkannt. Im neuen Koalitionsvertrag wurde festgehalten, dass die Unabhängigkeit des MDK von den Kassen gestärkt werden soll.

 

Damit Ihnen so etwas nicht passiert, helfen wir Ihnen Ihre private Vorsorge und Absicherung auf die Beine zu stellen, um für den schlimmsten Fall vorbereitet zu sein und sich während einer Krankheit um die Finanzen keine Gedanken machen zu müssen. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, wir freuen uns auf Sie!