Das neue Jahr nimmt Fahrt auf und damit gehen einige Änderungen im Finanzsektor einher. Größtenteils werden durch gesetzliche Regelungen die Rechte von Verbrauchern gestärkt. Teilweise gelten sie seit dem 01.01.2018 teilweise werden sie erst später aktiv.

Eine große Änderung gibt es beim Thema Online-Banking. Seit dem 01.01.2018 dürfen Drittanbieter beauftragt werden, für den Kunden Zahlungen zu übernehmen. So kann der Auftrag beim Online-Shopping an einen solchen Dienstleister abgegeben werden, der sich dann um den Zahlvorgang kümmert. Diese Anbieter unterliegen dabei der Bankenaufsicht und werden zum Schutz der Kunden streng überwacht. Eine weitere Änderung liegt im Bereich der Kreditkarten. Sollte die Kreditkarte verloren gehen, liegt die Haftungsgrenze nicht mehr bei 150 Euro, sondern nur noch bei 50 Euro. Es sei denn, es wurde vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt, dann haften Sie weiter unbeschränkt.

Die EU-Finanzmarktrichtlinie MiFID II sorgt für einen besseren Verbraucherschutz, mehr Markttransparenz und größere Risikostreuung für Anleger. Hier kam es bei den Beratungsprotokollen zusätzlich zu einer Vereinheitlichung innerhalb der Europäischen Union. Dabei müssen Berater bei der Anlagenberatung umfassende, standardisierte Informationen zu beispielsweise einem Fonds, dessen Risiken sowie Chancen offenlegen. Auch die Kosten werden für den Kunden transparenter: Es muss klar ersichtlich sein, wie hoch die Gebühr ist, die beispielsweise an die Verwaltung eines Fonds abgeht. Werden im Bereich der Geldanlage Telefonate zwischen dem Berater und den Kunden geführt, müssen diese vom Berater dokumentiert werden, um im Zweifel Zugriff darauf zu haben und die Beratung prüfen zu können.

Fließt das Geld der Kunden in eine Immobilie, können Bauherren auch positiv in das Jahr 2018 schauen: Im Vertrag muss ein Fertigstelldatum des Hauses enthalten sein, die genauen Leistungen sowie Materialien müssen aufgenommen werden, um dem Kunden eine Vergleichbarkeit zu vereinfachen und für den Fall, dass der Vertrag ohne Notar geschlossen wird, gilt ein 14-tägiges Widerrufsrecht, um sich nochmal Gedanken über den Kauf zu machen. Bei genaueren Fragen zu diesem Thema können Sie gerne einen unserer Berater kontaktieren, um umfassend aufgeklärt zu werden.

Ab dem 01. Februar greift die sogenannte Insurance Distribution Directive (IDD). Sie sorgt im Bereich der Versicherungen für mehr Transparenz und einen höheren Verbraucherschutz. So werden z.B. die Informationspflichten der Berater erhöht. Dazu zählt die Auskunft darüber, wie und von wem der Berater bezahlt wird.

Die wohl gravierendste Änderung gibt es im Bereich der Betriebsrente. Hierbei werden zum Jahresbeginn die private und betriebliche (bAV) Altersvorsorge durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz deutlich verebssert. So kann der Arbeitnehmer bei der bAV 8 Prozent anstatt 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze ohne Abzug von Steuern in eine Direktversicherung, Pensionskrasse oder einen Pensionsfonds tätigen. Hinzu kommt der Geringverdienerzuschuss: Hierbei erhält der Arbeitgeber eine Steuervergünstigung, wenn er eine arbeitgeberfinanzierte bAV für Mitarbeiter mit weniger als 2.200 Euro Bruttomonatslohn abschließt. Wie jedes Jahr wird die Beitragsbemessungsgrenze angepasst. Dieses Jahr ist sie im Westen bei 78.000 und im Osten bei 69.600 Euro. Eine Folge davon ist, dass auch der geförderte Höchstbetrag auf 260 Euro für z.B. Investitionen in die Pensionskassen oder eine Direktversicherung steigt. Zusätzlich können durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz weitere 260 Euro investiert werden, also insgesamt 520 Euro. Um den Werteverlust durch die Inflation zu vermeiden können Dynamiken in die Versicherungen eingebaut werden. Sprechen Sie einfach einen unserer Berater darauf an.

Zum Abschluss werfen wir einen kurzen Blick auf die Veränderung der Kranken- und Pflegeversicherungen. Der maximale Betrag zur Berechnung der beiden Versicherungen steigt von 52.000 auf 53.100 Euro. Wer ein Einkommen von über 59.400 Euro pro Jahr bekommt, ist über der Versicherungspflichtgrenze und hat die Wahl in eine private Krankenversicherung zu wechseln.

Um einen qualitativen Überblick über Ihre Angelegenheiten und die Veränderungen durch den Gesetzgeber zu bekommen, können Sie jeden unserer Berater kontaktieren, um vollständig, transparent, nach Verbraucherschutzkriterien und nach DIN-Normen in Zusammenarbeit mit Stiftung Warentest beraten zu werden.

Ihr mitNORM-Team!